Montag, 26. Juni 2017

Neulich, im Dschungel

Am Wochenende hatte ich die Ehre und das Vergnügen, beim Geburtstag einer kleinen Prinzessin aufzutreten. Wegen der hohen Temperaturen gab es eine OpenAir-Vorführung, die ich zwar nicht sehr schätze, weil ich dabei sehr laut schreien muß, um gut verstanden zu werden - und weil der Wind ein Feind von Papierfiguren, -Kulissen und -Requisiten ist.

... das ist nur ein Platzhalterfoto aus dem Theaterkeller;
vielleicht bekomme ich noch ein paar
bessere Bilder von der eigentlichen Vorstellung


Zum Glück konnte ich ein Kind aus dem Publikum zum Assistenten ernennen, das immer wieder eingesprungen ist, wenn der "Kannibalenkochtopf" (der eigentlich gar keiner war) umgefallen ist.


Das Stück war vom Sommer 2010 und ein Teil der Darsteller ebenfalls. Mittelneu war das Schaufenster-Proszenium, das dem Wind dankenswerterweise getrotzt hat. Es hat schon was Gutes, die massive Holzbauweise.

Wenn ich da an die Experimente mit dem Samtvorhang denke, hinter dem ich mich früher "versteckt" habe...
Suchbild von 2012: irgendwo hinter dem Flatterfummel
steht die Direktorin des Theaters ♫





die neue "Schaufenster"-Bühne im Hof
Neu und alt war die Tatsache, daß ich auf zusätzliche Licht- und Soundeffekte (wieder) verzichte. Ich habe eine Glocke, mit der ich bimmeln kann, wenns losgeht und ich habe eine laute Stimme.


Also belle ich und quietsche ich und knurre ich und zur Not kann ich sogar rülpsen (kommt immer sehr gut an, wenn z.B. der böse Wolf die Großmutter verschlungen hat).


Diese schlichte, einfache Spielweise liegt mir einfach am besten, auch wenn ich nach wie vor immer schwer beeindruckt davon bin, was meine Kollegen auf die Bühnen bringen.
Da liegen Welten dazwischen - und doch ist beides "nur" Papiertheater.