Donnerstag, 12. Oktober 2017

Endlich wieder hinter die sieben Berge...

... zu meiner großen Freude kam vorhin ein Auftrag für einen Märchenklassiker herein: ich gebe demnächst wieder das gute, alte "Schneewittchen" und freu mich schon jetzt darauf!



Montag, 9. Oktober 2017

Neulich, in der Antike

Das Logo für mein Projekt:
die "Bleiente" vom Chiemsee
Erinnert ihr euch daran, wie ich im Juni damit angefangen habe, über ein "römisches Theater" nachzudenken?

Mittlerweile sind die ersten Entwürfe für die neuen, antiken Figuren fertig und es ist an der Zeit, den Vorhang ein bißchen zu lüften...

Die Hauptpersonen: der nasse Gott Bedaius
und seine reizende Gemahlin Alonia

 
Statt der griechischen Mythologie habe ich mich einer keltisch-bayrisch-römischen Gottheit zugewandt.

ein Altar aus "Marmor"
Unschätzbarer Vorteil: über einen Gott, über den so gut wie nichts bekannt ist, lassen sich vortrefflich alte, überlieferte Sagen und Legenden erfinden...

Allein die Geschichte, wie Bedaius reagiert hat, als die Römer am Ufer seines Sees damit begonnen haben, ein befestigtes Lager zu errichten - da hat er doch tatsächlich... obwohl... nein.

Tut mir leid.

Das wird noch nicht verraten.

Genau so wenig verrate ich jetzt schon, wie die Figuren später tatsächlich aussehen werden - und auf welche Weise ich diese besondere Form des Theaters inszeniere.

Ein paar Episoden dieser wahren und von mir ausgedachten Geschichte sind nämlich nur für Erwachsene. 

Mittwoch, 27. September 2017

15 Jahre frisch und froh...

... WAPE, mach nur weiter so!





Betty Brunner hat ihr legendäres, rollendes "R" aufpoliert und Kameramann Schorsch von PappTV ist auch wieder mit von der Partie, wenn es am Samstag, 30.09.17 beim Tag der offenen Tür an die Live-Berichterstattung vom 15jährigen Jubiläum des Waldperlacher Bürgervereins geht.


der Schorsch, die Betty und das rollende R
So steht es im lokalen Käseblättchen geschrieben.

Die Betty und Schorsch berichten ab 15°° Uhr direkt vom Ort des Geschehens und sprechen mit diversen, engagierten Waldperlacher "Ehrenamtlern".


Etwas später gibt es dann eine Extra-Sonnenblumen-Vorstellung für Kinder, direkt nebenan im "Schneckenhaus".
Kommt vorbei, wenn ihr in der Gegend seid -
wir freuen uns auf euch!



Sonntag, 24. September 2017

Werbung ist die beste Reklame ;)

Wegen der vielen Auftritte in der letzten Zeit wird es langsam Zeit für einen Schwung neuer Visitenkarten. Momentan schraube ich an einer Collage meines Ensembles herum, die in Zukunft als Logo dienen wird.
So wird es dann wohl aussehen:


... was für ein Theater!


Und nochmal ein bißchen heller, denn alles, was stark verkleinert wird (wie gesagt: Visitenkarten!), erkennt man nicht mehr richtig, wenn es zu dunkel ist.


... besser is das
Es war übrigens gar nicht so leicht, sich für ein paar "Lieblingsfiguren" zu entscheiden. Es sind mittlerweile so viele! Und genau so schwer war es, sich bei Vistaprint für nur zwei Werbemittel zu entscheiden, denn da gibt es mittlerweile so viele, schöne Sachen, von denen ich bei meiner ersten Bestellung 2013 nur träumen konnte: Caps, T-Shirts, Autotürmagnetschilder, Flyer, Banner, Kalender, Fahnen, Plakate, Briefpapier, Stempel... uff!


So wird der neue Reklamekram aussehen, wenn er fertig ist:

Mein eigener Kaffeepott, ich flipp aus!
 

Samstag, 16. September 2017

Zwei kleine Prinzen...

Der herzensgute Vater, der für morgen eine Aufführung zum Geburtstag seines Sohnes gebucht hat, hat mir erzählt, daß sein sechsjähriger Sohn gern eine Vorstellung hätte, in der der der „Kleine Prinz“ (von Saint-Exupéry) vorkommt.

Natürlich zweifle ich das an, denn normale Sechsjährige haben gern was mit Star Wars oder LEGO-Ninjago oder mit irgendwelchen Monstern und so.

Aber der Kunde ist König und darum verbinde ich gerade ein bißchen kleiner-Prinz-Schischi (der Prinz hat Geburtstag und wünscht sich eine Freundin für seine etwas zickige Rose) mit der gepflegten Action, die ein/mein Papiertheater bieten kann.

Noch bin ich mir nicht ganz sicher, ob Darth Vader oder "der Pirat" den Blumenpott klauen wird, in dem die kernige Sonnenblume heranwächst, die ihrerseits dem Verzehr durch einen gefräßigen Maulwurf entkommen ist.

Was wiederum schön zur Location passt, denn morgen trete ich in "Maulwurfshausen" auf...


Das kann mal wieder was werden!


Sonntag, 13. August 2017

Sonntag, der dreizehnte...


Bätti Fledermaus steht schon bereit,
vermutlich muß sie wieder alle retten
Ich möchte zu Halloween etwas schauderhaft Gruseliges auf die Bühne bringen und stöbere auf der Suche nach Inspiration gerade in meinem Fundus. Einen entzückenden Ansatz hab ich schon gefunden:

Es gibt im Kino einen skandinavischen Gruselfilm: Nightmær on Ølm Street, mit einem furchtbaren Monster namens Freddi Krygersson (im zerfledderten Elchpullover und mit verkohlter Strickmütze), der den Kaschperlfiguren nachts in ihren Träumen begegnet.

Der Kaschperl will unbedingt ins Kino, aber die Großmutter erlaubt es ihm nicht (nicht brav gewesen, zu jung dafür, Zimmer nicht aufgeräumt, was weiß ich).

Und dann… äh… hmm…

Ob das Monster mit Imbusschlüsseln angreift? Es zwingt jeden, den es in die Finger bekommt, irgendein Schwedenmöbel zu bauen - ohne oder mit falscher Anleitung - was für ein Alptraum!

Keine Ahnung, wie das weitergeht, aber wenn ich nur an das geplante Filmplakat denke, muß ich grinsen.

... und natürlich fällt mir so ein Unfug ausgerechnet jetzt ein, wo ich eigentlich für den Bürgerverein ein eher "ernsthaftes" Stück für Erwachsene zum Thema Ehrenamt schreiben soll.

Das kann wieder so ein Theater werden, ich sags euch!

Montag, 7. August 2017

Mein schönstes Ferienerlebnis


pappcartoon goes festival… the bericht

Am Freitag bin ich frühmorgens zum 2. Thüringer Figurentheaterfest aufgebrochen. Anno Navi ist es kein Problem, kreuz und quer durch die malerischen Dörfer des Thüringer Waldes zu gurken und dann im Seminarzentrum "Schieferbruch" zu landen... kurz nachdem man das Gefühl hat, die Straße endet hinter einer gigantischen Schieferabraumhalde im Wald.

Das Hotel, in dem wir Spieler wohnten, war recht angenehm und hat eine gewisse Ostalgie verströmt, genau wie das Essen. (Ich habe zum ersten Mal Soljanka probiert.)

Nach dem Einchecken hab ich zunächst den Raum gesucht, in dem ich meinen Workshop über die Klappcartoon-Bastelbühnen halten sollte.

Das war weitgehend Improvisation; ich habe mich daran orientiert, was ich im Sommer 2015 im Rahmen der „Projekttage“ an der hiesigen Grundschule angeboten habe. Alle Teilnehmer (neben ein paar Kindern und Lehrerinnen etliche Papiertheaterveteranen) sind am Ende mit einer kleinen Klappbühne und den ersten Kulissen und Figuren davongezogen... sowie mit einem Schwung neuer Ideen.

Ich habe nämlich ein paar meiner besten Spezialeffekte mitgebracht und gezeigt, was man aus Papier alles machen kann, wenn man schräge Einfälle, eine Schere und genügend Klebstoff hat.

Das Kürslein muß ganz gut gewesen sein, denn viele Leute haben danach bedauert, daß es nicht besser angekündigt worden war; sie wären gern dabei gewesen.

Danach hab ich mir das erste Stück eines Kollegen angeschaut und dabei festgestellt, daß er zwar ein echter Profi ist, der auf einer Papierbühne (!) mit Feuer (!!) arbeitet, daß er aber auch nur mit Wasser kocht. Das war beruhigend.

der Röchler und der Lächler
Am Samstag hatte ich meinen ersten, eigenen Auftritt. Obwohl ich vor Lampenfieber vorher beinah aus den Latschen gefallen bin, ging alles glatt. Die Leute haben an den richtigen Stellen gelacht und sich gut amüsiert, als der Commander Kaschperl durch die „Unendlichen Weiten“ des Weltalls gegondelt ist. Ein paar neue Darsteller haben das frisch überarbeitete Theaterstück von 2012 zusätzlich aufgewertet.

Bei der zweiten Vorstellung am Nachmittag war ich schon etwas entspannter.


Szenenfoto aus "Unndliche Weiten"
Abends war ich komplett erschöpft: das Zuschauen bei den anderen Bühnen ist in den kleinen, dichtbesetzten Räumen bei warmem Wetter und wegen der Verdunkelung zugehängter Fenster fast noch anstrengender als das Spielen.

Aber das wars wert. Beim Blick hinter die Kulissen der anderen Bühnen habe ich sehr viel gelernt und manchmal wegen der Raffinesse buchstäblich Bauklötze gestaunt - keines ist wie das andere, obwohl die meisten von ihnen mit Vornamen „Papiertheater“ heißen.


Am Sonntag nach dem Schlußapplaus hätte ich mir so gern noch ein weiteres Theaterstück angesehen, aber ich war zu dem Zeitpunkt schon sehr müde und musste den letzten Rest Adrenalin für die Autobahn verwenden.


Die Heimfahrt verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, mein Auto kannte den Weg ja bereits.

Heute muß ich alles wieder fein säuberlich auseinanderklamüsern und aufräumen. Ich bin immer noch etwas neben der Spur, aber sehr zufrieden mit mir und meiner Leistung. Ich bin froh, daß ich die Einladung von Penny und Ludwig Peil angenommen habe, als sie Anfang Juli bei mir angerufen hatten und mich gebeten haben, kurzfristig für eine andere Bühne einzuspringen.

Bis zuletzt hatte ich Angst vor meiner eigenen Courage und von selbst hätte ich mich wohl nie getraut, mich als Teilnehmerin bei einem derartigen Festival zu bewerben. Doch jetzt sieht die Sache ganz anders aus…

Der HighTech-Anteil bei meiner Bühne beschränkt sich nach vielen Jahren des Ausprobierens mittlerweile nur noch auf die drei kleinen Soundboxen, mit denen ich verschiedene, ulkige Geräusche machen kann. Einige Zuschauer hatten das noch nie gesehen und waren nach meinen Vorstellungen schwer begeistert von den kleinen Dingern. (Immer wieder Danke dafür, Harry!)

Da ich nicht in komplett verdunkelten Räumen spiele, komme ich sogar ohne großartige Beleuchtung aus. Das Proszenium ist grob, die Figuren sind groß, die Kulissen schlicht und weitere optische Effekte gibt es nicht. Das war ein Kontrast zu den filigranen, historischen Bühnen, der erfreulich gut angekommen ist.

der Wucki
Die eigentliche Show mache nämlich ich. Mit meiner Stimme in verschiedenen Tonarten, Dialekten und Lautstärken – und natürlich mit den schrägen Charakteren, die in meinen selbst geschriebenen Stücken mitspielen. Die NaVivi mit ihren glitzernden „Antennen“ oder Wucki, der stark behaarte Bordelektriker, haben schon beim bloßen Auftreten für Lacher gesorgt.

Dieses Festival hat mir wirklich gut getan, weil ich viel Anerkennung bekommen habe und weil einige von den Profis offen erklärt haben, was sie von mir abschauen wollen. (Ich werde mir im Gegenzug natürlich auch den einen oder anderen Kniff für meine Bühne „ausleihen“.)


das legendäre Röntgengerät
So war es zwar nicht im Stück dabei, aber Teil einer kleinen Ausstellung: das „Röntgengerät“, das ich vor Jahren für eine ganz besondere Aufführung gebaut habe. Der böse Wolf tritt hinter das Gerät – und plötzlich kann man in ihn reinschauen: er hat ein Wollknäuel und einen Filzpantoffel im Bauch und damit offensichtlich die Großmutter verschlungen…

Der Gag ist total einfach, aber unglaublich wirkungsvoll. Mal sehen, auf welcher anderen Bühne er zuerst auftauchen wird.

Es war schön, neue Leute kennenzulernen und ich freue mich schon heute darauf, diesen munteren Papiertheater-Wanderzirkus bald wieder einmal zu treffen.


Am besten, ich melde mich schon mal für das 3. Thüringer Figurentheaterfest im nächsten Jahr an - und da steh ich dann offiziell im Flyer dabei, Herrschaften!

Diese Aufführungen habe ich bestaunt:

Haases Papiertheater (Titan)
TourneeTheater Thomas Hirche (Robinson Crusoe)
Papiertheater Fabula (Der fliegende Holländer)
Das Pimperltheater (Der Riese aus dem Weinviertel)
Papiertheater Invisius (Rumpelstilzchen)
Papiertheater Heringsdorf (Orpheus)
Papiertheater Thalia (Die Hosen des Herrn von Bredow)
... nur die Bühnen bewundert:
Papierniks Papiertheater (Frau Luna)
Falk Pieter Ulke (Schneewittchen)
Papirteatret Meklenborg (Ehrengard)


Dienstag, 1. August 2017

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus...

... und darum teile ich heute froh und stolz mit,
daß ich die Ehre und das Vergnügen haben werde, am Wochenende in Thüringen einzuspringen und das ursprünglich geplante Theaterstück "Das Rübchen und der Mondfrosch" zu ersetzen.


Es geht in "Unendliche Weiten". Mit Commander Kaschperl, dem Navigationsroboter Navivi, Mister Spacko, der unvermeidlichen Großmutter und mit dem neuen Imperator, den noch niemand gesehen hat...



Außerdem darf ich am Freitag einen Vortrag halten, in dem ich das Prinzip des einfachen Papiertheaters Klappcartoon präsentieren werde.



Mehr erzähle ich euch nächste Woche...